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Die
Geschichte der Encaustic
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Ungefähr 400 v. Ch. wurde natürlich vorkommendes Bienenwachs mit Pigmenten vermischt und als Malmedium benutzt. Die Enkaustik-Technik wurde lange vor der Erfindung und Verbreitung der Ölmaltechnik für das Anfertigen von "Kunstwerken" benutzt. Sie erforderte eine Hitzequelle, um die Wachsfarben flüssig zu halten. Am Anfang war die Höhlenmalerei - Erdfarben, die auf die Wände von Wohnhöhlen oder von geheiligten Orten geschmiert wurden. Diese Zeugnisse unserer Vergangenheit sind bis heute erhalten geblieben. Übereinstimmend nimmt man heute an, dass die Enkaustik ein Verbindungsglied zur Höhlenmalerei darstellte und den Grundstein dafür legte, dass die Wandmalerei später durch die Malerei an der Staffel abgelöst wurde. Die Vorfahren der Griechen, Römer und vermutlich der Ägypter wendeten eine simple Methode für ihre Arbeit an. Sie bedienten sich einer über dem Holzkohlenfeuer erhitzten Palette, die die Farben flüssig hielt. Die Farben selbst bestanden vermutlich aus Pigmenten, die vermischt wurden mit Bienenwachs und Harz. Diese flüssigen, farbigen Wachsmischungen wurden dann mit einem Pinsel auf einen starren Untergrund aufgetragen. Bei den Portraits, die bis heute erhalten geblieben sind, wurden dünne Holzplatten als Unterlagen benutzt. Aber steife Pinsel waren nicht die einzigen Werkzeuge, um die Wachsfarben aufzutragen und zu bearbeiten. Die Römer verwendeten ein Gerät, als "cestrum" bekannt, das in etwa wie ein schweres, bronzenes Palettenmesser ausgesehen haben muss. In Frankreich wurde der Körper einer Enkaustik Malerin ausgegraben, der umgeben war mit all ihren Malutensilien und einer "cauteria". In dem Ausgrabungsbericht wird darauf hingewiesen, dass dieses Instrument, ein "cautarium", einem langen, feinen Löffel ähnelte, der vielleicht zum horizontalen Verarbeiten des Wachses diente. Es bleibt reine Vermutung, wie durch diese Technik feine Linien erreicht werden konnten, aber vielleicht sind verschiedene Techniken kombiniert worden, um die gewünschten Resultate zu erzielen. Im klassischen Sinne versteht man unter einer echten Enkaustik Arbeit, dass sie "eingebrannt" ist. Das bedeutet, dass die gesamte Oberfläche der fertigen Arbeit geschmolzen wird, um eine einzige, abgeschlossene Oberfläche zu erhalten, in der all die verschiedenen Auftragungen der farbigen Wachse zusammenschmelzen, ohne dass der Eindruck des gemalten Bildes gestört wird. Dadurch erhält man eine, haltbare Oberfläche, die die Pigmente schützt und ein abschließendes Polieren der Arbeit erlaubt. Die Enkaustik-Arbeit braucht keine Fixierung und ist staubunempfindlich; einmal poliert, behält das Wachs seinen natürlichen und sanft schimmernden Glanz. Porträtarbeiten, die in vielen ägyptischen Gräbern gefunden wurden, sind in einem exzellenten Zustand. Im Raum 62 des Britischen Museums geben die Porträts von Fayum ein gutes Beispiel für den antiken Stil. Diese Bilder zeigen auf dramatische Weise eine den Enkaustikbildern eigene Dauerhaftigkeit. Bienenwachs, so scheint es, überdauert eine sehr lange Zeit! Zahlreiche Neubelebungen, zumeist in Verbindung mit der Wand(mal)technik, kamen und gingen. Dies ist nicht weiter verwunderlich, bedenkt man, dass Ölfarben, Tempera- und Aquarellfarben sowie die heutigen Acrylfarben und Harze, leicht erhältlich und einfach zu handhaben sind. Wer hat da noch Lust ein Feuer zu schüren, um mit Wachs zu malen? Aber durch die elektrisch beheizten Werkzeuge, die heute für jeden erhältlich und erschwinglich sind, hat sich ein neues Potential eröffnet. Diese Art der Hitzeerzeugung eröffnet auf einmal ungeahnte neue Möglichkeiten. Viele, viele effektive Techniken und Methoden können so kreiert werden, um ein Ergebnis zu erhalten, von dem die Alten nicht mal zu träumen wagten. So haben wir nun die Chance, die Herausforderung und damit die Gelegenheit, dieses sehr alte und respektierte Ausdruckmittel wiederzubeleben, das dazu einlädt, neu entdeckt zu werden. Und diese Kunst wird, zuerst sorgfältig weiter entwickelt, bald eine sehr große Zukunft haben und hoffentlich ewig leben! ©
Arts Encaustic International |
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| Encaustic-Malerei - was ist das eigentlich? Malen mit Wachs! Jedoch handelt es sich hierbei nicht um Wachsmalstifte, wie diese von Kindern benutzt werden, sondern um ein spezielles Wachs auf Basis reinen Bienenwachses. Die Maltechnik ist keine Erfindung der heutigen Zeit, sondern die Wachsmalkunst ist bereits über 5000 Jahre alt. In der Antike war Encaustic die Kunst schlechthin. Der Begriff Encaustic stammt aus dem Griechischen und bedeutet "dem Feuer ausgesetzt," bzw. "mit Feuer erwärmen". Das sagenumwobene Punische Wachs wurde im Einklang mit den Gestirnen, mit Sonne und Mond in Meerwasser gekocht. Früher wurden Bienenwachs und Farbpigmente mit heißen Spachteln auf Holz- und Elfenbeintafeln aufgebracht. Bei der Encaustic-Malerei heute, wird das Wachs mit speziellen elektrischen Arbeitsgeräten erhitzt bzw. geschmolzen, und kann auf verschiedenen Malgründen wie Leinwand, Holz, Glas und Papier aufgetragen werden. Die entstehenden Strukturen bestechen durch den Farbglanz und die Tiefenwirkung. In Geschichten der griechischen und lateinischen Dichter berichten diese über die faszinierende Realität von Encaustic-Bildern. Einzig die berühmten Mumienporträts sind Zeugen der vergangenen Zeit. Seit jener Zeit haben sich viele große Künstler mit Encaustic beschäftigt: -
Leonardo da Vinci, Encaustic
Bilder bestechen durch ihre leuchtenden Farben und besitzen einen außergewöhnlich
schönen Glanz. Außerdem zeichnet sie eine verblüffende
Haltbarkeit aus: 1998 wurde der Kunstverein Encaustic e.V. gegründet, dessen Ziel die Pflege und Verbreitung der Encaustic-Kunst ist. Weltweit sorgen nun 240 Mitglieder dafür diese uralte, faszinierende und farbenfrohe Technik, unter die Menschen zu bringen. ©
Kunstverein Encautic e.V. |
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